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30. Januar 2012 15:47 Uhr Alter: 113 Tage

Ohne Ehrenamt läuft nichts

Rubrik: Presse

 

Zeigte Möglichkeiten auf: Ulrike Welpinghus aus Pium referierte über das
Thema Ehrenamt. Foto: a. schneider

Ulrike Welpinghus referierte über den Nutzen und Gewinn des Ehrenamtes

 

Borgholzhausen (anke). Wer ehrenamtlich tätig ist, verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Ehrenamtler geben aber nicht nur etwas von sich, sie bekommen auch etwas dafür. Was Nutzen und Gewinn eines Ehrenamts sein kann, das nahm Ulrike Welpinghus, Leiterin der Cafeteria im Haus Ravensberg, in ihrem Vortrag im Rahmen der Reihe »Leben und arbeiten mit älteren Menschen« unter die Lupe. Seit Menschengedenken gehört der individuelle Beitrag zum allgemeinen Wohl unverzichtbar zu einem sinnerfüllten Leben. 2011 hat die EU-Kommission das Jahr des Ehrenamts ausgerufen, um den freiwilligen Dienst an der Gemeinschaft in den Fokus zu rücken. Rund jeder Dritte soll sich nämlich inzwischen in irgendeiner Form ehrenamtlich engagieren – Tendenz steigend. Ulrike Welpinghus berichtete, dass es erstaunlich viele Möglichkeiten gibt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nicht nur in den Kirchengemeinden als Besuchsdienst oder Presbyter oder in Bildungseinrichtungen als Ganztagsbetreuer oder in der Jugendarbeit. Auch in der Politikgebe es zahlreiche Ehrenämter, beispielsweise als Stadtvertreter oder sachkundiger Bürger. Schöffen, Schiedsmänner und gesetzliche Betreuer arbeiten ebenso ehrenamtlich wie viele Trainer und Schiedsrichter in Sportvereinen. Und wer sich für Natur- und Tierschutz stark machen will, findet auch hier zahlreiche Möglichkeiten. Angefangen von Großorganisationen wie Greenpeace bis hin zum örtlichen Tierheim. Für den Dienst und die Hilfe am Menschen arbeiten zahlreiche Hilfsorganisationen wie die Caritas, die Johanniter, der Katastrophenschutz und das Rote Kreuz. Und auch hier sind unzählige Tätigkeitsfelder ehrenamtlich besetzt. Die Zuhörer des Vortrags, die überwiegend selbst ehrenamtlich tätig sind, sollten nach der kurzen Einführung überlegen, warum sie sich engagieren und was das Ehrenamt ihnen bringt. Schnell waren zahlreiche Punkte unter »Nutzen« und »Gewinn« gesammelt. Einen Nutzen haben Ehrenamtler, weil sie durch ihreTätigkeit Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen können, ihr Wissen erweitern oder neue Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Unter »Gewinn« hatten die Teilnehmer unter anderem aufgeführt, dass Ehrenamtler nicht vereinsamen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, sich wertvoll und wichtig fühlen und ihren Horizont erweitern, sich erproben und qualifizieren können. Anhand der vielen Einsatzmöglichkeiten wurde deutlich, dass das gesellschaftliche Leben in der heute bekannten Form ohne Ehrenamtler schlicht und ergreifend nicht möglich wäre. „Ehrenamt hat aber auch seine Grenzen“, machte Ulrike Welpinghus deutlich, dass nicht alles von Ehrenamtlern übernommen werden kann. Die Freiwilligkeit muss gewahrt bleiben, ehrenamtlichTätige müssen nach ihren Möglichkeiten und Interessen agieren können, sie brauchen einen festen Ansprechpartnerder die Verantwortung wahrnimmt und sie müssen haftpflichtversichert sein.                                           hier erhalten Sie Infos zur Ehrenamtlichen Arbeit im DRK-Haus Ravensberg.