Stiller Dialog mit dem Sensenmann
Der Tod: Er ist ein ständiger Begleiter der Lebenden, man sollte sich rechtzeitig mit ihm beschäftigen. Pantomimisch stellt hier Christoph Gilsbach den Tod
dar und wie die Menschen mit ihm umgehen. Foto: A. Schneider
Pantomime Christoph Gilsbach begeistert mit intensiver Aufführung im Borgholzhausener Kulturbahnhof
B o r g h o l z h a u s e n (xe). Christoph Gilsbach ist in Piumkein Unbekannter. Der beliebteKlinik-Clown ist regelmäßig zu Gast im Haus Ravensberg und unterhält dort die Bewohner. »Eine lebendige Begegnung mit dem Tod« ist sein neues Programm, das er am Mittwochabend vor 63 Besuchern im ausverkauften Kulturbahnhof B 3 aufgeführt hat. »Die Pantomime ist eine zeitgemäße Interpretation mittelalterlicher Totentanz-Darstellungen«, erklärt der 55-jährige Künstler, der von der Hospizgruppe Borgholzhausen und dem Kulturverein eingeladen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Autor und Rezitator Markus von Hagen hat Christoph Gilsbach das Konzept und die dramaturgische Umsetzung der Pantomime »Das Leben« für die Hospizbewegung erarbeitet. Die Aufführung wurde für Trauernde entwickelt, um ihnen einen Raum für eine Auseinandersetzung mit ihrer Trauer zu geben. Deshalb überraschte es nicht, dass der Großteil der 63 Besucher Mitglieder der Hospizgruppen Borgholzhausen, Versmold, Dissen und Bentheim waren. Bei der jüngsten Aufführung nun zeigte der wortkarge Münsteraner ein paar Pantomime-Stücke, die das alltägliche Leben widerspiegeln. Wortlos setzte er den Alltag eines Kindes, einer Frau und eines Mannes in Szene. Im weiteren Verlauf des Stückes kam es auch zu einem Zusammentreffen mit dem »Tod«. Zuerst möchte der Mensch mit diesem nichts zu tun haben, doch dann setzt er sich mit ihm auseinander. Musikalisch begleitet wurde die Pantomime von Jule Balandat am Kontrabass. Sie studiert das Musikinstrument in Enschede und hat mit den »Zucchini Sistaz« bereits eine eigene Band. Die Osnabrückerin (Gesang, Kontrabass) und ihre Kolleginnen Tina Werzinger (Gesang, Gitarre) und Marie Nandico (Gesang, Posaune und Flügelhorn) bringen einen guten Swing aus den 1920er bis 1940er Jahren auf die Bühne.
