Kleiderkammer raus aus Schmuddel-Ecke

Quelle: "Die Glocke"
Harsewinkel (gad). Die in die Jahre gekommene Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Harsewinkel hat sich zu einem modernen Geschäft gewandelt. Nach einer umfangreichen Sanierung der Räume im DRK-Heim am Dechant-Budde-Weg präsentiert sich das Ladenlokal nun überaus ansprechend.
Damit ist das Schattendasein, unter der die Einrichtung und ihre Mitarbeiter in den vergangenen Jahren gelitten hatten, endgültig beendet. Weg vom Enge und dem unpersönlichen Lagerhallencharakter und hin zu einem vergrößerten, gut sortierten Kleidershop. Eine neue Fensterfront, ansprechende Präsentationen, mehr Licht und eine ebenerdige Verkaufsfläche laden ein zum Stöbern und Entdecken.
Dank Raumausstattung Nordemann, der Kleiderständerspende von Firma Bessmann, ehrenamtlicher Handwerksstunden, einigen Privatspenden und einer Finanzspritze der Sparkasse Gütersloh konnte die Umbaumaßnahme erfolgreich realisiert werden. Außer dem regulären Verkaufsangebot gibt es auch immer wieder spezielle Aktionsware. Die Bekleidung ist zum Teil nicht nur sehr hochwertig, sondern wird auch passend zur jeweiligen Saison angeboten.
Ingrid Sirges hat die Regie im Kleidershop. Die Harsewinkelerin arbeitet ehrenamtlich mit zwei Ein-Euro-Jobbern im Verkauf mit. Bevor es soweit ist, wird die Kleidung aus dem Container vor dem DRK-Heim nach Brauchbarkeit sortiert. Da die Klamotten direkt wieder abgegeben werden, bittet Rotkreuzleiter Reinhold Mann alle Spender, sie vorher zu waschen. „Das können wir hier nicht machen, weil wir dann eine große Waschmaschine, einen Trockner und weiteres Personal bräuchten. Die Kosten können wir aber nicht tragen.“
Seit 1984 versorgen Mitarbeiter der Einrichtung einkommensschwache Menschen mit günstiger Bekleidung. Zuletzt war die Sammel- und Ausgabestelle, die sich über zwei Etagen des DRK- Heims erstreckte, sichtlich in die Jahre gekommen. Eine Modernisierung war dringend notwendig. „Wir wollten raus aus der Schmuddel-Ecke. Wir möchten mit den neuen Shop nicht nur so zialbenachteiligte Familien ansprechen, sondern alle Bürger, die für kleines Geld schöne Bekleidung suchen“, sagt der Geschäftsführer des DRK-Ortsvereins, Reinhold Mann.
Außer über Kleiderspenden würde sich der DRK-Ortsverein auch über Überproduktionen oder leicht fehlerhafte Artikel von Firmen und Betrieben freuen. Zudem werden noch weitere ehrenamtliche Helfer gesucht.
Die Öffnungszeiten der Kleiderkammer: Montag und Mittwoch von 9 bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr.
Dieser Artikel ist am 28.12.2011 in der "Glocke" erschienen.
