
- "Die Seele berühren" -
DRK Altenpflegeheim Ankum bietet Gottesdienst für Menschen mit Demenz
Gottesdienste können Schlüssel zur Erinnerung sein. Deshalb sind sie für Menschen, die an Demenz erkrankt sind wichtig. Alle 4 Wochen bietet das Seelsorgeteam der Einrichtung Henry Dunant mit den Seelsorgern der beiden christlichen Kirchen im Wechsel eine besondere Wortgottesfeier an – mit berührenden Momenten.
Es ist ein Pilotprojekt, das das Seelsorgeteam der Einrichtung zusammen mit der ev. Pastorin A. v. Clausewitz, Nortrup und Kaplan St. Tietje, Ankum gestartet hat. Das Team möchte die Menschen mit Demenz in ihrer Einzigartigkeit achten, sie in die Mitte nehmen und zum Türöffner in deren Lebenslabyrinth werden.
In den normalen Gottesdiensten gibt es wenig Zugänge für diesen Personenkreis, so Elfriede Haarannen , Verantwortliche in der Seelsorge. Deshalb wurde vor einiger Zeit ein Konzept für eine ökumenische Gottesdienstfeier entwickelt, das sich an den Bedürfnissen der Demenzkranken orientiert. Es erlaubt ein aktives Mitfeiern durch singen, klatschen, riechen und fühlen. Das Modell greift ein bestimmtes Thema auf und stützt sich auf einfache Texte und bekannte Lieder.
Einmal im Monat findet nun ein Piccolo Gottesdienst (kleine Feier) für die Bewohner mit Demenz statt. Glockengeläut lädt zum Besuch ein, es hat etwas Beruhigendes. Pastorin v. Clausewitz steht an diesem Mittwoch im Talar im geschmückten Veranstaltungsraum und begrüßt die Bewohner, einige Angehörige und Ehrenamtliche mit einem Händedruck. Heute ist die Mitte vom Seelsorgeteam zum Thema Tauferinnerung gestaltet. Die mit einem Labyrinth verzierte Kerze, die jede Feier begleitet, zieht alle Blicke auf sich. Daneben warten das Taufkleid, ein Krug mit Wasser und eine Schale mit Blüten auf ihren Einsatz.
Fr. Worpenberg, die Organistin spielt altbekannte Lieder auf der Orgel, einige singen auswendig mit. Die Seelsorgerin reicht eine Schale mit Wasser in die Runde, jeder kann Blüten hineinlegen, Hände werden eingetaucht. Einige Bewohner trauen sich nicht, fragen nach oder halten die Pastorin am Talar fest mit den Worten:“Bleib bei mir!“ Diese Kommentare greift sie in ihren Ausführungen auf und zum Abschluss erhält jeder den persönlichen Segen und ein kleines Erinnerungsgeschenk, in diesem Fall eine kleine Kerze mit Taufsymbol.
An der anschließenden Kaffeetafel kann sich jeder beteiligen auf seine Weise. Einige erzählen von früher, andere schauen sich um oder hören zu. Die Seelsorger schenken Kaffee ein und Hannelore Determann, Gaby Neumann und Henrike Hermes vom Seelsorgeteam sorgen für eine weitere Stunde des Geborgenseins. Es wird viel gelächelt, viel berührt und sich erinnert an diesem Nachmittag. Einige Bewohner haben seit langer Zeit wieder reagiert. Die Sinne ansprechende Rituale lassen Erinnerungen aufleben und bringen die Demenzkranken in die Gemeinschaft des Erlebens zurück, so die Heimleitung Nicole Köhne. Der hierbei erfahrene Zuspruch erfüllt nicht nur diesen Personenkreis, sondern auch die Mitarbeiter des Hauses Henry Dunant, die Angehörigen und die ehrenamtlichen Begleiter des Gottesdienstes. Sie alle fungieren an diesem Tag als Türöffner im Labyrinth der ziellosen Wege der Menschen mit Demenz.
Weitere Informationen, auch zum Konzept können beim Seelsorgeteam erfragt werden, unter 05462/745740 oder 05466/1351.
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Hier ein Bericht über unsere gelungene Veranstaltung:
"Auf zum Oktoberfest…! "
…so ließ das DRK Alten- und Pflegeheim Henry Dunant in Ankum am 10. Oktober dieses Jahres verlauten. Bereits zum fünften Mal fand dort das DRK-Oktoberfest statt. Die Bewohner, das Personal, Mitglieder vom Förderverein und vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes Osnabrück-Nord sowie Angehörige und Besucher aus der Region ließen es dabei zünftig krachen. „O zapft is!“, hieß es um 11:11 Uhr im Festzelt mit dem Fassanstich durch die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Osnabrück-Nord, Elke Stönner, sowie den 1. Vorsitzenden des „Fördervereins des DRK Altenheim Ankum“ Burkhard Dräger. Daran schloss ein Frühschoppen mit Bier und Sekt sowie zünftiger Musik, um die sich Gerwig Nehmelmann als DJ kümmerte, an. Gegen zwölf Uhr lud das DRK seine Bewohner und Besucher zum bayrischen Mittagstisch ein. Die Mitarbeiter der Küche im Altenheim hatten die Menüs vorbereitet und zusammengestellt. Am frühen Nachmittag führten Kinder aus Nortrup unter der Leitung von Birgit Rechtien einen Kindertanz auf. Anschließend zeigten die Mitarbeiter des Altenheims ihren Knietanz. Auch der Kindergarten am Kattenboll beteiligte sich an diesem bunten Nachmittag. Gegen 14:30 Uhr waren die Senioren an der Reihe. Sie führten ebenfalls einen Tanz auf. Nach so viel Aktion durfte eine kleine Stärkung mit Kaffee und Kuchen natürlich nicht fehlen. Einen weiteren Höhepunkt bildeten schließlich die „Artländer Spitzbuben“, die jedermann zu Musik und Tanz einluden. Am Abend gab es eine leckere und deftige Brotzeit. Neben diesem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Programm, rundeten verschiedene Verkaufsstände und Ausstellungen im Altenheim das Fest ab. Auch das beliebte Glücksrad drehte sich und für die Kleinen gab es zum ersten Mal ein Kinderschminken. An den Vorbereitungen für das Oktoberfest waren die Mitarbeiter des Altenheims beteiligt, aber auch dessen Bewohner. In der Beschäftigungstherapie haben sie zum Beispiel Kränze für das Fest gebunden.
Ein Oktoberfest ist mal was anderes als beispielsweise ein Sommerfest“, sagte Heimleiterin Irene Mathlage stolz. Mit dem Fest will man vor allem etwas für die Bewohner und deren Angehörige machen. Es dient der Unterhaltung und Geselligkeit. Aber auch für die Öffentlichkeitsarbeit sowie das Miteinander von Jung und Alt sind solche Veranstaltungen wertvoll. Das Oktoberfest im Alten- und Pflegeheim Henry Dunant findet alle zwei Jahre statt. Es wechselt mit der Adventsausstellung, die im Gegensatz zum Oktoberfest nicht einen, sondern zwei Tage dauert. (von Rita Hassing)


Frau
Nicole Köhne
Heimleitung
Tel.: 05462-745 74-0
Fax: 05462-745 74-25
eMail: ah-ankum@os-nord.drk.de
Rosenweg 10
49577 Ankum
