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"Wir brauchen engagiert Helfer!"

v.L.n.R: Dirk Weikert, Jens Eckhardt, Rolf Braun, Björn Schinkowski, Hagen Jobi, Rüdiger Gennies, vorne sitzend: Werner Hoffmann, Dirk Schneider

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 25 Jahren rückt Dirk Schneider ins zweite Glied. Ein Vierteljahrhundert hat er als Zugführer die Arbeit des DRK-Katastrophenschutzes mit geprägt. Schneider leitete die Einsatzeinheit Süd – pragmatisch und engagiert. „Er war immer Vorbild“, betont der Katastrophenschutzbeauftrage Dirk Weikert bei der Verabschiedung in der DRK-Unterkunft Denklingen.

Der Katastrophenschutz lebt von Engagement und Einsatzbereitschaft. Geübt wird in der Einsatzeinheit Süd einmal monatlich, praktische Einsätze sind glücklicherweise nicht so häufig. Doch wenn, dann kommt es darauf an, dass alle Beteiligten ihre Arbeit kennen. Sei es beim Unfall auf der A4, als 2004 ein Tanklaster auf der Wiehltalbrücke verunglückte und die Evakuierung des Ortsteils Weiershagen geplant wurde. Oder 2010 bei der Großübung „Lükex“, die einen chemischen Anschlag simulierte. Ebenfalls aktiv sind die DRK-Einheiten bei Sanitätseinsätzen großer und kleiner Veranstaltungen vom heimischen Schützenfest bis hin zur Love-Parade, bei Hausexplosionen und anderen Unfällen.

Wichtig ist Dirk Schneider immer „die schnelle Hilfe für die Verletzten gewesen“, betont Weikert. Wenn es um die Rettung von Menschen geht, waren Vorschriften im Ernstfall individuell auszulegen – der Erfolg zählte. Die Erfahrung von 25 Jahren Katastrophenschutz und eine handfeste Herangehensweise war eine Qualität, auf die das DRK zählen konnte. Und immer noch kann, denn Dirk Schneider bleibt weiter aktiv in der DRK-Bereitschaft Reichshof. Wenn er auf die 25 Jahre zurückblickt, kann er zwar auch von wandelnden Zeiten berichten, aber ebenso von erfüllten Tagen, einem abwechslungsreichen DRK-Leben, von einer Kameradschaft und einem guten Miteinander, ohne das die Arbeit des Katastrophenschutzes nicht funktioniert. Außerdem schätzt er gerade für nachrückende Kräfte „die besonderen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten bis hin zum Rettungssanitäter.“ Da stecken sogar berufliche Perspektiven drin.

Die braucht Dirk Schneider nicht mehr – er ist beruflich so stark eingebunden, dass er die DRK-Arbeit als Zugführer nicht mehr so leisten kann, wie es den eigenen Ansprüchen genügt. Also macht Schneider Platz für Jüngere. Mit ihm verabschiedet sich der stellvertretende Zugführer Werner Hoffmann nach fünfjähriger Tätigkeit. Er erreicht die Altersgrenze von 60 Jahren.

Als Nachfolger für die Leitung der Einsatzeinheit Süd rückt Björn Schinkowski nach. Er ist bereits im DRK-Ortsverein Südwest aktiv, dort in der Bereitschaft und kennt den Alltag der Katastrophenschutz-Arbeit. Seine Stellvertretung übernimmt Jens Eckhardt aus dem Ortsverein Reichshof, selbst Rettungsassistent und Ausbilder im Gesundheits- und Bildungszentrum Gummersbach. „Ein ganz neues Team also, das eine eingespielte Einsatzeinheit übernimmt und sicherlich neue Schwerpunkte setzen wird“, freut sich Weikert auf das neue Leitungsduo.