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Wissen wie man hilft... Motoradunfall

Es sind nicht mehr nur die jungen Kradfahrer, immer öfter trifft ein Motorradunfall auch die älteren Wiedereinsteiger. Foto: Dennis Scheck / pixelio





















Oberberg ist ein Motorradland. Gerade im Sommer kommen sie aus den Städten der Rheinschiene und des Ruhr­ge­bietes. Nicht immer geht es dabei unfallfrei ab. Passiert ein Unfall, sind die Men­schen am Unfallort oft unsicher: Wie hilft man richtig? Das Deut­sche Rote Kreuz, Kreisverband Oberberg, gibt Erste-Hilfe-Tipps.

Mal war das Motorrad zu schnell, mal ist dem Zweirad vom Autofahrer die Vorfahrt genommen worden. Wird man mit einem Motorradunfall konfrontiert, ist es besonders wichtig zu wissen  was in einem solchen Fall zu tun ist. Leider herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch die Meinung, dass Ersthelfer beim bewusstlosen Motorradfahrer den Helm nicht abnehmen dürfen oder sollen. Doch diese Meinung ist absolut falsch.

Grundsätzlich gilt:
Jeder Helm, unwichtig welcher Bauart, muss bei Bewusstlosigkeit entfernt werden, damit lebensrettende Sofortmaßnahmen nicht erschwert oder gar verhindert werden!

 Um den Helm abzunehmen, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Der erste Helfer kniet oberhalb des Kopfes und stabilisiert den Hals, indem er seitlich Helm und Unterkiefer umfasst.
  2. Der zweite Helfer kniet seitlich neben dem Oberkörper des Verletzten, klappt das Visier hoch, entfernt ggf. eine Brille und öffnet den Kinnriemen. Anschl. übernimmt er mit beiden Händen die Fixierung des Kopfes.
  3. Nun kippt der erste Helfer den Helm nach hinten bis zur Nasenspitze des Opfers und zieht den Helm gleichmäßig nach hinten ab, während der zweite Helfer weiterhin für die Stabilisierung des Kopfes und Halswirbelsäule sorgt.
  4. Unter Beibehaltung der Fixierung wird jetzt vom ersten Helfer der Kopf des Verunglückten vorsichtig auf den Boden gelegt.
  5. Der zweite Helfer öffnet nun den Mund des Verunglückten und entfernt ggf. sichtbare Fremdkörper. Anschließend beugt er den Kopf nackenwärts und übernimmt die Kontrolle der Atmung. Ist die Atmung vorhanden, wird der Betroffene vom zweiten Helfer vorsichtig in die stabile Seitenlage gebracht, wobei der erste Helfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig in Drehrichtung mitführt. Dabei aber weiterhin auf die Stabilisierung der Halswirbelsäule geachtet.

Achtung:
Diese Anleitung dient lediglich zum theoretischen Verständnis und ist kein Ersatz für eine praktische Übung, die in jedem Fall gemacht werden sollte. Deshalb ist unsere Empfehlung, den Erste-Hilfe-Kurs hin und wieder mal auffrischen.

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Rückfragen zu diesem Thema: Alexander Berges, T. 02261 309-22