In Köln wurde heute eine amerikanische 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. DRK-Einsatzkräfte aus dem Oberbergischen Kreis wurden alarmiert und rückten zur Unterstützung aus zu einem Einsatz, der letztendlich mehr als 14 Stunden dauerte.
Donnerstag, 12.13 Uhr: Aus Köln wurde Unterstützung angefordert. Denn dort startete eine umfangreiche Evakuierungsmaßnahme. Rund 6.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, da im nördlichen Kölner Stadtteil Riehl nicht weit vom Rhein eine 20-Zentner-Bombe entdeckt wurde. Dieses Relikt aus dem 2. Weltkrieg galt es zu entschärfen - auf Grund der Bombengröße werden alle Gebäude im Umkreis von einem Kilometer evakuiert. Betroffen waren davon unter anderem die Riehler Heimstätten, in denen rund 1.100 Senioren leben, ein Versicherungshochhaus, die Jugendherberge und auch der Kölner Zoo.
Aus Oberberg fuhren neun Patiententransportfahrzeuge nach Köln, um helfen zu können - davon sieben Fahrzeuge des DRK und zwei des Malteser-Hilfsdienstes. 15 ehrenamtliche DRK-Helfer waren seit kurz nach 13 Uhr am Donnerstag unterwegs.
„Zunächst waren wir als Reserve angefordert“, so DRK-Kreisbereitschaftsleiter Andreas Storch. Die angeforderten Rettungskräfte aus dem Umland sammelten sich in Bereitstellungsräumen, die oberbergischen Kräfte waren nach Köln-Chorweiler beordert. Gleich nach der Bombenentschärfung waren die Kräfte aus Oberberg die ersten auswärtigen Helfer, die eingesetzt wurden. Bis kurz vor zwei Uhr in der Nacht transportierten sie in ihren Kranken- und Rettungswagen bettlägerige und pflegebedürftige Bewohner der Riehler Heimstätten wieder zurück in die Wohnanlage. Zwischen drei und vier Uhr in der Nacht fielen die ehrenamtlichen Helfer des DRK dann müde in ihre Betten - ein Einsatz von rund 14 Stunden war erfolgreich beendet.
Bereits fünf Tage zuvor war der PTZ-10 des Oberbergischen Kreises im Einsatz.
Bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg sind nach bisherigen Angaben 21 Menschen getötet und 511 verletzt worden.
Gegen 17.45 Uhr wurde der Patiententransportzug 10 alarmiert. Zuerst sammelten sich alle zugehörigen Fahrzeuge, vier Rettungswagen, vier Krankentransportwagen sowie zwei Notärzte und ein Führungsfahrzeug im Bereitstellungsraum am Brandschutzzentrum in Marienheide-Kotthausen. Nach Eintreffen aller Fahrzeuge setzte sich der Verband in Bewegung Richtung Leverkusen wo ein weiterer Bereitstellungsraum für Einheiten der sog. Bereitschaft V. eingerichtet war. Die Bereitschaft V. ist ein Zusammenschluss der Rettungskräfte aus dem Oberbergischen, Rheinisch-Bergischen sowie der Stadt Leverkusen. In festgesetzten Abständen von jeweils einer halben Stunde wurden die Kräfte im Bereitstellungsraum Leverkusen über die Ereignisse in Duisburg informiert. Später stellte sich heraus, dass vor Ort genügend Einsatzkräfte vorhanden waren. Die Bereitschaft V. musste somit nicht mehr zur direkten Schadensbekämpfung nach Duisburg ausrücken. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte man sich darauf auf mögliche Schadenslagen in Bahnhöfen umgehend zu reagieren. In Anbetracht der Menschenmassen, welche transportiert wurden, durchaus eine begründete Befürchtung. Glücklicherweise kam es zu keinen weiteren Vorfällen. Die Oberbergischen Kräfte konnten gegen zwei Uhr wieder Einrücken.
Ein Bericht zum Aufbau der Überörtlichen Hilfe größeren Umfangs zur nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im Regierungsbezirk Köln mit einer Übersicht über den Ablauf und die Struktur finden Sie HIER.
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