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DRK-Ortsverein Drolshagen sagte Gerhard Feldmann Danke nach 46 Jahren Einsatz

Beim DRK-Ortsverein Drolshagen ging am 23.11.2016 eine Ära zu Ende. Sage und schreibe 46 Jahre lang hat Gerhard Feldmann die Kasse verwaltet und als Schatzmeister verantwortungsvoll gewirtschaftet. In der Mitgliederversammlung übergab der 69-Jährige sein Amt an Manuel Engel.


Der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Drolshagen, Thomas Gosmann und seine Stellvertreterin Gertrud Schneider dankten Gerhard Feldmann (v. l.) für 46 Jahre engagierte Arbeit als Schatzmeister.
Manuel Engel ist neuer Schatzmeister beim DRK-Ortsverein Drolshagen.
Die Lücke zwischen dem Drolshagener DRK-Vereinsheim und den Garagen soll bald miteiner neuen Halle mit Platz für drei Fahrzeuge geschlossen werden. Ebenso soll das Vereinsheim renoviert werden.

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 1970 habe der Ortsverein einer rasanten Entwicklung standgehalten, stellte Feldmann fest. In all den Jahren seien nicht nur der Aufgabenumfang, sondern auch die allgemeinen Anforderungen an die Rotkreuz-Arbeit enorm gestiegen. Auf ihn selbst kam im vergangenen Jahr mit der Umstellung der Kasse auf Einnahme- und Überschussrechnung und Bilanzierung nochmal eine große Herausforderung zu. „Ich bin stolz darauf, an dieser guten Entwicklung beteiligt gewesen zu sein und auch darauf, dass ich einen Beitrag an der Hilfe für andere leisten konnte. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, betonte der scheidende Schatzmeister.

Seine Entscheidung, sein Amt in jüngere Hände zu übergeben, falle ihm umso leichter, da die finanzielle Situation desOrtsvereins vollkommen geordnet und er der Überzeugung sei, mit seinem Nachfolger Manuel Engel, der einstimmig gewählt wurde, eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Der 29-Jährige ist gelernter Bankkaufmann und Bilanzbuchhalter. Feldmann sprach allen, die in der Bereitschaft und im Vorstand tätig waren und sind, seinen Dank für eine jederzeit gute und harmonische Zusammenarbeit aus und versprach, dem Ortsverein auf jeden Fall verbunden zu bleiben. Was dann passierte, ist wohl nicht alltäglich.

Es kommt hier und da vor, dass scheidende Vorsitzende nach langjähriger und engagierter Tätigkeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden, wie es auch der frühere DRK-Ortsvereins-Vorsitzende und ehemalige Drolshagener Bürgermeister Theo Hilchenbach erlebte. Er schlug vor, seinen Freund und langjährigen Weggefährten zum Ehrenschatzmeister zu ernennen. „Gerhard Feldmann wurde 15 Mal einstimmig wiedergewählt und war immer zuverlässig und pflichtbewusst. Er hat die Finanzen des Ortsvereins vorbildlich geführt, war immer hilfsbereit und ein ganz Treuer. Danke für die unendliche vielen Jahre. Du warst immer loyal, fleißig und ehrlich und hast dich nie in den Vordergrund gestellt. Du hast dir sehr große Verdienste um den DRK-Ortsverein erworben“, sagte der ehemalige Drolshagener Bürgermeister dem früheren Kämmerer der Stadt. Seine Aussage, dass er stolz auf seine Beteiligung an der guten Entwicklung des Ortsvereins sei, spiegele wieder, wie sehr er dem Verein verbunden sei. Für ihn sei es viel mehr als eine Pflicht gewesen, so lange das Amt des Schatzmeisters zu bekleiden. „Gerhard Feldmann hat alle Ehrungen und Insignien erhalten, die Ernennung zum Ehrenschatzmeister ist das i-Tüpfelchen“, befand Hilchenbach. Wie es  nicht anders zu erwarten war, erfuhr der beliebte ehemalige Schatzmeister das einstimmige Votum der Versammlung.

Dem Dank des Ehrenvorsitzenden schlossen sich der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Drolshagen, Thomas Gosmann, und seine Stellvertreterin, Gertrud Schneider, an. Sie überreichten Gerhard Feldmann als äußeres Zeichen der Anerkennung ein Geschenk und einen Blumenstrauß für seine Frau. Natürlich freuten sie sich sehr, dass Gerhard Feldmann als Ehrenschatzmeister auch bei den künftigen Vorstandssitzungen dabei sein wird. Denn sein Rat war immer gefragt. Auch Torsten Tillmann vom DRK-Kreisvorstand dankte Gerhard Feldmann für seine engagierte Arbeit. Dass ein Vorstandsmitglied ein Amt über einen solch langen Zeitraum bekleidet, habe es im Kreisverband noch nicht gegeben.


Lücke wird mit weiterer Halle geschlossen

Nach 46 Jahren engagierter Arbeit als Schatzmeister stellte Gerhard Feldmann am Mittwochabend in der Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins zum letzten Mal den Kassenbericht vor. Das Erbe, das der scheidende Schatzmeister (vgl. gesonderter Bericht) hinterlässt, ist aller Ehren wert. Der DRK-Ortsverein Drolshagen hat keinerlei Schulden und ist mit nach einer Verbesserung des Jahresergebnisses 2015 um 42 000 Euro mit einer Bilanzsumme von 160.000 Euro bestens aufgestellt. Zur Verbesserung trugen auch die Zuschüsse für die Flüchtlingshilfe bei. Torsten Tillmann vom DRK-Kreisvorstand stellte heraus, dass die 840 ehrenamtlichen Helfer auf Kreisebene bei der Bewältigung der Flüchtlingsunterbringung und –betreuung deutlich bewiesen hätten, dass sie für solche Aufgaben unersetzlich seien. Dem DRK-Ortsverein Drolshagen sprach er ein besonderes Lob aus: „Am Aufbau der zentralen Notunterkünfte in Attendorn und Olpe waren alle vier Ortsvereine

des Kreises beteiligt. In Drolshagen hat es der Ortsverein alleine geschafft, die Notunterkunft aufzubauen, die Flüchtlinge zu betreuen und eine Kleiderkammer einzurichten. Das hat wunderbar geklappt und die durchgeführte Mitgliederwerbung zeigt uns, dass diese Arbeit auch von der Bevölkerung entsprechend gewürdigt wurde.“ Tillmann nutzte die Gelegenheit, Klartext zur Finanzsituation des DRK zu sprechen. „Dazu gibt es viele Irritationen, doch wir sind nicht in Bayern, wo das DRK als einziger Landesverband nicht als eingetragener Verein, sondern als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert ist. Alles, was das DRK hier und in den anderen Bundesländern an Geld ausgibt, muss vorher hart erarbeitet werden. Deshalb sind wir darauf angewiesen, Freunde und Unterstützer und die Möglichkeit zu haben, Erlöse zu erzielen.“

Aufgrund der guten Finanzlage wurden in der harmonischen Versammlung die geplanten Bauvorhaben mit veranschlagten Kosten von 95 000 Euro einstimmig beschlossen. Die Lücke zwischen Vereinsheim und der großen Fahrzeughalle soll mit einer weiteren Halle mit Platz für drei Fahrzeuge geschlossen und das Vereinsheim mit einer neuen Heizung und Fenstern sowie notwendigen Trockenbaumaßnahmen saniert werden. Ebenso einstimmig wurde der Entwurf eines neuen Erbbaupachtvertrages mit der Stadt Drolshagen für das Grundstück beschlossen, auf dem das Vereinsheim und die Garagen stehen.

 

Text und Bilder: Marie Möller, Siegener Zeitung